Wir fordern...

eine gemeinsame Bildung der 3- bis 15-Jährigen:

  • damit mehr Bildungsgerechtigkeit hergestellt werden kann
  • damit Inklusion und Integration gelingen kann
  • damit die vielfältigen Potentiale aller Schüler:innen besser gefördert werden können

 

Gemeinsame Bildung heißt für uns: 

Soziale Durchmischung und Vielfalt in allen Bildungseinrichtungen. Sie sind wichtig, um gemeinsame, verbindende Erfahrungen zu machen. Dies gilt für Kinder und Jugendliche jeden Alters. Wir brauchen daher gemeinsame Kindergärten, gemeinsame Volksschulen und gemeinsame Schulen für die 10- bis 15-Jährigen, in denen alle Kinder - unabhängig von ihrem sozialen Status, ihrer Herkunft, ihren Noten und ihren Fertigkeiten - miteinander und voneinander lernen dürfen und gefordert und gefördert werden.

 

Um dies zu gewährleisten, hat der Staat optimale Rahmenbedingungen zu schaffen.

 

Wir sind der Überzeugung, dass eine gemeinsame Schule allen Kindern und Jugendlichen, aber auch unserer Gesellschaft, Wirtschaft und dem Staat insgesamt besser tun würde als das derzeit bestehende selektive System.

 

Gemeinsame Bildung bedeutet eine umfassenden Bildungsreform:

Konkret bedeutet dies:

  • KEIN Lernender/ KEINE Lernende (egal welchen Alters) wird künftig vom GEMEINSAMEN LERNEN ausgeschlossen. Daraus folgt logischerweise, die stufenweise Abschaffung der Sonderschulen und der AHS Unterstufe sowie die Einführung einer GEMEINSAMEN SCHULE von 6-15 Jahre.
  • Inklusive Bildungsangebote betreffen selbstverständlich ALLE Altersbereiche. Daher braucht es Reformen von der Elementarbildung bis hin zur Erwachsenenbildung, beginnend mit der Sicherstellung eines ganztägigen Kinderbetreuungsplatzes für ALLE in ganz Österreich.
  • Damit dies nicht nur leer Worte/ leere Versprechungen sind, müssen sich die pädagogischen Angebote radikal ändern. Auf Basis vieler erfolgreicher reformpädagogischen Erfahrungen und von der Bildungsforschung geforderten Konzepten, braucht es Bildungsangebote, die die Lernenden in den Mittelpunkt rücken, von ihren Fragen/Problemen/Interessen ausgehen und ALLE auf die Herausforderungen der Zukunft vorbereiten. Um dies zu erreichen, muss in allen Bildungseinrichtungen statt demotivierendem UNTERrichten ein individuelles AUFrichten ALLER vorrangiges Ziel sein.
  • Es muss altersübergreifend in Projekten gelernt und gearbeitet werden, in denen ALLE Lernenden jene Aufgaben übernehmen, die ihren Stärken und Interessen entsprechen, sie fordern und in ihrer Entwicklung fördern.

Was braucht es, damit wir GEMEINSAM eine gelingende Zukunft ermöglichen?

Eine umfassenden Bildungsreform muss nicht nur gewollt, sondern auch finanziert werden.

Konkret bedeutet dies:

  • Gesetzliche organisatorische Rahmenbedingungen
  • Die Ausgaben für den Bildungsbereich müssen sich nach dem tatsächlichen Bedarf orientieren und dürfen nicht gedeckelt werden.
  • Schulen müssen wieder zu Orten des Vertrauens und der Lernfreude werden. Die überbordende Bürokratie und Reglementierung löst vielfältigen, ansteckenden Stress aus und schwächt Motivation und Leistungsfreude.
  • Alle in allen Bildungsbereichen tätigen, brauchen Rahmenbedingungen, die ihnen die Umsetzung dieser Konzepte ermöglichen.